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"Ich wurde im Tango erschaffen, hörte den Tango schon auf den Armen meiner
Mutter beim Einschlafen. Der Tango ist stark, er riecht nach Leben und schmeckt
nach Tod." (E.C.Flores)

Roberto Russo war zeit seines Lebens Vollblutmusiker. Schon im frühesten
Kindesalter wünschte er sich Tangoplatten, als seine Freunde nur an Fussball
dachten, und das zu einer Zeit, da der Tango in Buenos Aires seinen Tiefpunkt
erreicht hatte. Er ließ sich jedoch nicht entmutigen und verfolgte seinen Weg, der
ihn schließlich nach Europa brachte. Neben dem Gitarrenspiel beherrscht er
auch das Bandoneon und begleitet sich selbst beim Singen, was äußerst schwierig
und daher selten anzutreffen ist.
In Buenos Aires spielte er an historischen Stätten des Tango wie z.B. dem
Café Tortoni, das schon die Gründerväter des Tango beherbergte und heute noch zu
den wichtigsten Tango-Attraktionen der Stadt gehört, und auch dem Teatro
Bambalinas, wo er neben Osvaldo Pugliese auftrat.
Zu den Höhepunkten seiner Karriere in Europa zählen u.a. das Burgtheater
Wien, wo er in der Produktion 'Tango' von Slawomir Mrozek über einen Zeitraum von
drei Jahren mitwirkte, das Deutsche Theater München , der Herkulessaal München
('Das Mädchen von Rialto' mit dem Orchester des Staatstheaters am
Gärtnerplatz), das Festival Internacional de Tango in Granada, das Theatercafé Molière in
Landshut (Shakespeare's 'Was Ihr wollt'), der Produktion 'Die 8 Frauen' im
Fränkischen Theater Schloß Maßbach unter der Regie von Michael Klemm sowie
symphonischen Tangos mit dem Orchester des Bayerischen Rundfunks.
Als Gaststar wirkte er auch an zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit,
u.a. in 'Spaziergang nach Syrakus' von Lutz Leonhardt und Constantin Wulff
sowie 'Pünktchen und Anton' von Caroline Link (Oscar-Preisträgerin des Jahres
2002 für den Film 'Nirgendwo in Afrika).

© Roberto Russo
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